Natursport
Was ist Natursport?
Natursport ist die Bewegung in der freien Landschaft, bei der die Auseinandersetzung mit sich selbst in der Natur und mit der Natur gesucht wird. Natursport braucht weder einen Motorantrieb, noch sind Sportanlagen oder -geräte zwingend erforderlich. Typische Natursportarten sind klettern, bergsteigen, wandern, Skilanglauf, mountainbiken oder Kanu fahren.
Natursport ist nicht automatisch gleichbedeutend mit natur- und landschaftsverträglichem Sport. Was lieben Menschen an Natursportarten? Sie wollen sich erholen und entspannen, die schöne Landschaft genießen, Tiere beobachten, etwas für ihre Fitness tun oder ganz einfach dem Alltag entfliehen.
Natursport im Wald
Der Erholungswert des Waldes ist unbestritten. Gute Luft, ein angenehmes Klima, abwechslungsreiche Strukturen und ein hohes Erlebnispotenzial machen den Wald zum "Erlebnis- und Erholungsraum" Nummer 1 in Deutschland. Sechs von sieben Deutschen gehen regelmäßig in den Wald. Durchschnittlich wird ein Hektar Wald im Jahr 168 mal zur Erholung aufgesucht. In stadtnahen Wäldern können das bis zu 1000 Besuche pro Jahr und Hektar sein. Viele Natursportarten, wie Joggen, Mountainbiken, Reiten, Wandern, Geländelauf, Skilanglauf und das Spazierengehen mit und ohne Hund werden im Wald ausgeübt
Trotz der vielen verschiedenen Nutzungsarten kommt es nicht zwangsläufig zu Problemen zwischen Freizeitnutzung und Naturschutz. Schäden an der Vegetation entstehen kaum, es sei denn, ein ungenehmigtes Feuer breitet sich im Sommer auf ausgetrockneten Flächen aus. Problematischer sind Störungen durch die verschiedenen Waldbesucher, die sich negativ auf Vögel und Säugetiere auswirken. Schwierig wird es vor allem dort, wo der Freizeitdruck hoch ist (meist in der Nähe von Ballungsräumen), oder wo sehr störungsempfindliche oder seltene Tierarten vorkommen (Beispiel Schwarzstorch).
Ist ein Waldgebiet reich an Versteckmöglichkeiten, wirken sich Störungen nicht so gravierend aus wie in einem ausgeräumten "Hallenwald", wo Tiere erst sehr weit flüchten müssen um sich wieder sicher fühlen zu können. Kritisch wird es auch dann, wenn Waldbesucher beispielsweise beim Pilzesuchen die Wege verlassen oder ihre Hunde frei laufen lassen. Dadurch werden Flächen beunruhigt, auf denen sich die Tiere normalerweise sicher fühlen. In der Summe führen solche Störungen dazu, dass nur noch sehr wenige, abgelegene Flächen von Tieren ohne Einschränkung genutzt werden können.
NaturSportInfo
Informationen zu Auswirkungen von Sport und Freizeit auf Pflanzen und Tiere Sport und Naturschutz sind nicht immer überall und zu jederzeit miteinander vereinbar. Die sportbedingte Nutzung von Natur und Landschaft kann zu Konflikten führen: Klettern während der Brutzeit von Wanderfalke oder Uhu oder Gleitschirmfliegen in Gebieten in denen Gämsen leben. Beispiele gibt es hier viele. Grundlage für die Lösung von Konflikten zwischen Sport und Naturschutz sind ein einheitlicher Informationsstand und Beispiele wie an anderer Stelle Konflikte gelöst wurden. das Informationssystem des Bundesamtes für Naturschutz (BfN, D) und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU, CH) bietet umfangreiche Informationen zum Thema: http://www.natursportinfo.de
Stellungnahme des BMU zu Natursport
Der Beirat für Umwelt und Sport beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat die nachfolgende fachliche Erläuterung zum Begriff der Natur- und Landschaftsverträglichkeit sportlicher Betätigungen in der freien Natur beschlossen: http://www.bmu.de/ tourismus_sport/doc/2197.php








